traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


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Beinwell – Die Wurzel für Haut und Knochen

Als wir den Spaten ansetzen, um den Schatz des Beinwell zu heben, sind wir  zuversichtlich. Diesen Wurzelschatz haben wir ganz schnell in der Tasche! Nach einigen Spatenstichen, noch mehr Gerüttel und Händeringen wird uns klar: Die Wurzel des Beinwell ist ein Großkaliber an Kraft und Standhaftigkeit. Wer hätte gedacht, dass die so zarten und lieblichen Glockenblüten des Beinwell, die winzigen Elfenmädchen als rosa-blaue Sommerhüte dienen könnten, uns derart in die Irre führen würden?  Wir bewundern den Beinwell einmal mehr. Das scheint ihn gnädig zu stimmen. Er gibt seinen Schatz für unsere Kräuterapotheke frei.

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Blütenessenzen: Post für den Geist

Eine Blütenessenz, ist das dieses Blumenwässerchen? Kann das überhaupt was? Ich war skeptisch. Bis mich eine erstaunliche Erfahrung in eine Liebhaberin dieses subtil wirkenden Blumentrunks verwandelte. Noch dazu sind Blütenessenzen ganz einfach selber zu machen.

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Die Rosencreme für Geburtsjahrverschweiger

Rosen? Nein, bitte nicht, hätte ich als Teenager noch mit schützend hochgehobenen Händen geantwortet. Ich stellte mir die rosenbedruckten Blusen älterer Damen vor und meinte sogar, ein aufdringliches Duftgemisch aus Mottenkugeln, Haarspray und Rosenwasser zu riechen. Nun, als Inhaberin zarter Mitvierziger-Fältchen und damit verbunden eines liebevolleren Blicks auf die Vorlieben älterer Damen, entdecke ich die Rosen für mich neu: als Gesichtscreme.  Weiterlesen


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Königskerze – Blume des tiefen Atems

Majestätisch reckt die Königskerze ihren langen Hals aus der Wiese. Ihre sonnengelben Blüten strahlen uns direkt ins Herz. Ihre samtweichen Blätter schicken kitzelnde Freude durch unsere Fingerspitzen. Ja, wir können es uns vorstellen: Elfen umtanzen sie bei Mondenschein, wie die Mythologie berichtet. Die sanfte Königin der Lichtung hält drei wohltuende Gaben für ihre Verehrerinnen und Verehrer bereit: Blüten, Blätter und Wurzel.

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Erste Hilfe mit Kräutern

Mal ehrlich, was macht man mit all den kleinen Alltags- und Gartenarbeits-Wehwehchen? Erstmal verdrängen, oder? Ach, ist schon nicht so schlimm. Dann vielleicht noch eine Weile länger aushalten oder im Familien- und Bekanntenkreis nach Tipps für eine Wunderlösung fragen. Erst wenn die Wehwehchen zu einem handfesten Problem werden, macht man sich auf den Weg zum Arzt. Zumindest ist das bei uns so. Wir wollen diese mehr gewohnte als bewährte Vorgehensweise ändern: Gleich selbst etwas tun, um die eigene Leidensphase zu verkürzen und erst gar kein handfestes Problem aufkommen lassen. Nur, wie um Himmels willen soll man welches Wehwehchen selbst behandeln – und mit was?

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Gesichtspflege mit dreierlei Früchten

Als ich von den Schönheitspraktiken der Kaiserin Sisi (1837-1898) lese, bin ich ziemlich erstaunt. Rohes Fleisch als Gesichtsmaske vor dem Schlafengehen? Nein, wirklich nicht. Ein Gemisch aus Cognac und Ei für die Haare? Nun ja. Ihre Gurkencreme, oder ihren Geheimtipp – zerquetschte Erdbeeren, deren Fruchtsäure als Peeling wirkt – kann ich mir schon eher vorstellen. Ich frage mich, inwieweit Früchte tatsächlich für die selbstgemachte Gesichtspflege taugen und mache einen Test mit Himbeere, Apfel und Banane.

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Schafgarbe – Blume der Unverwundbarkeit

Wer gerade anfängt, sich für Kräuter zu interessieren, wird eine erstaunliche Erfahrung machen. Der nie beachtete Wegesrand beim Spaziergang durch die Felder, die unscheinbare Bergwiese beim Urlaubsausflug oder der deprimierende Schuttplatz zwischen den Häuserblöcken auf dem Weg zum Einkaufen – viele Orte sind plötzlich bevölkert von wunderbaren Pflanzenwesen. Die Wahrnehmung verändert sich. Die Augen erkennen Freunde wieder, wo zuvor niemand war. Sie sehen dort Schönheit, wo „nichts“ ist. Diese Eindrücke hauchen das Herz mit Freude an, so dass es hüpft – wo es zuvor keinen Grund für Verspieltheit gab. Eine dieser neu zu entdeckenden Schönheiten ist sogar eine Lebensretterin in der Not: Die Schafgarbe.

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Mariendistel – Schutzengel der Leber

Sie darf in kein Gasthaus. Wehe dem Gartenfest, das sie in ihre Mitte aufnimmt. Sie macht Ärger, sagt der alte Volksglaube, und sie bringt Zwietracht. Stark und kämpferisch wirkt sie. Ihre Stacheln können höllisch weh tun. Ihre mächtige Statur schüchtert ein. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem zeigt sie ihre wahre Natur: Die Mariendistel ist ein wehrhafter Schutzengel. Sie nimmt es mit tödlichen Giften auf und sorgt für neue Harmonie in der Leber. Adieu, Angst vor toxischen Pilzen und giftigen Tieren! Wir haben jetzt eine Beschützerin und machen eine Tinktur aus ihren Samen!

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Wunddesinfektion zum Selber machen

Als der amerikanische Kräuterarzt Jethro Kloss 1939 sein Buch „Back to Eden“ über die Selbstversorgung mit natürlichen Heilmitteln veröffentlichte, hatte die Welt andere Probleme. Sein Wissen versank in den Untiefen der Zeit und schaffte es nicht, in Europa Fuß zu fassen. Auch in Amerika ist er fast vergessen, wäre da nicht eine seiner Kräuteranwendungen, die noch heute gestandene Kräuterfrauen in Verzückung versetzt. Ich will wissen, was es damit auf sich hat und probiere das Kloss Einreibemittel aus.

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Eine Frühlingskur für die Augen

Drei mal drei Zauberpflanzen preist der angelsächsische Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert. Alles Krankheitsübel wird mit einer Salbe aus neun Pflanzen und einem heidnischen Segensspruch vertrieben. Im christlichen Mittelalter entsteht daraus die reinigende Frühjahrskur. Neunerlei Kräuter kommen in die Kultsuppe am Grün(!)donnerstag, die den Körper nach einem zehrenden Winter wieder stärkt. Hinweg ihr angesammelten Fette und Schlacken! Blüht auf, Körper und Geist, wie die ersten Frühlingsblumen! – Aber was ist mit den Augen? Niemand kümmert sich um die täglich strapazierten „Spiegel der Seele“, wäscht den Staub heraus, reinigt sie von Umweltgiften und kräftigt sie. Das hat jetzt ein Ende. Meine Augen bekommen ein Bad!

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