traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


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Königskerze – Blume des tiefen Atems

Majestätisch reckt die Königskerze ihren langen Hals aus der Wiese. Ihre sonnengelben Blüten strahlen uns direkt ins Herz. Ihre samtweichen Blätter schicken kitzelnde Freude durch unsere Fingerspitzen. Ja, wir können es uns vorstellen: Elfen umtanzen sie bei Mondenschein, wie die Mythologie berichtet. Die sanfte Königin der Lichtung hält drei wohltuende Gaben für ihre Verehrerinnen und Verehrer bereit: Blüten, Blätter und Wurzel.

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Kamille – Blume der Ausgeglichenheit

Wer kennt sie nicht? Und doch, wer kennt sie schon? Kaum hat man das Erwachsenenalter erreicht, will man mit der Kamille oftmals nichts mehr zu tun haben. Zu sehr erinnert sie an die durchgestandenen Krankheiten der Kindheit. Aber die Kamille ist mehr als ein Tee für das Zahnen und Bauchweh bei Kindern. Die Alten Ägypter und die Germanen weihten die Kamille der Sonne. Sie war einmal das Sinnbild für Stärke und Kraft, gepaart mit Bescheidenheit. Die Kamille holt die Sonne ins Körperinnere!

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Schafgarbe – Blume der Unverwundbarkeit

Wer gerade anfängt, sich für Kräuter zu interessieren, wird eine erstaunliche Erfahrung machen. Der nie beachtete Wegesrand beim Spaziergang durch die Felder, die unscheinbare Bergwiese beim Urlaubsausflug oder der deprimierende Schuttplatz zwischen den Häuserblöcken auf dem Weg zum Einkaufen – viele Orte sind plötzlich bevölkert von wunderbaren Pflanzenwesen. Die Wahrnehmung verändert sich. Die Augen erkennen Freunde wieder, wo zuvor niemand war. Sie sehen dort Schönheit, wo „nichts“ ist. Diese Eindrücke hauchen das Herz mit Freude an, so dass es hüpft – wo es zuvor keinen Grund für Verspieltheit gab. Eine dieser neu zu entdeckenden Schönheiten ist sogar eine Lebensretterin in der Not: Die Schafgarbe.

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Mariendistel – Schutzengel der Leber

Sie darf in kein Gasthaus. Wehe dem Gartenfest, das sie in ihre Mitte aufnimmt. Sie macht Ärger, sagt der alte Volksglaube, und sie bringt Zwietracht. Stark und kämpferisch wirkt sie. Ihre Stacheln können höllisch weh tun. Ihre mächtige Statur schüchtert ein. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem zeigt sie ihre wahre Natur: Die Mariendistel ist ein wehrhafter Schutzengel. Sie nimmt es mit tödlichen Giften auf und sorgt für neue Harmonie in der Leber. Adieu, Angst vor toxischen Pilzen und giftigen Tieren! Wir haben jetzt eine Beschützerin und machen eine Tinktur aus ihren Samen!

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Wunddesinfektion zum Selber machen

Als der amerikanische Kräuterarzt Jethro Kloss 1939 sein Buch „Back to Eden“ über die Selbstversorgung mit natürlichen Heilmitteln veröffentlichte, hatte die Welt andere Probleme. Sein Wissen versank in den Untiefen der Zeit und schaffte es nicht, in Europa Fuß zu fassen. Auch in Amerika ist er fast vergessen, wäre da nicht eine seiner Kräuteranwendungen, die noch heute gestandene Kräuterfrauen in Verzückung versetzt. Ich will wissen, was es damit auf sich hat und probiere das Kloss Einreibemittel aus.

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Kräuterwanderung in Berkeley oder wie die Natur zur Uni wird

Berkeley ist bekannt für seine legendäre Universität, die University of California. Aber wer denkt schon daran, dass dieses Stadtgebiet an der San Francisco Bay einst nicht den Intellektuellen, den Hippies oder den High-Tech-Unternehmern gehörte. Hier lebten die Ohlone, ein Stamm amerikanischer Ureinwohner, der sich nicht einmal in die Erinnerung von Western-Fans oder New-Age-Anhängern einschleichen konnte. Unsere kleine Gruppe von Heilpflanzen-Freunden denkt heute an diese vergessenen Menschen und ihre Universität: die Natur. Wir wandern, nein kriechen, von Schierling und Weide zu Lattich und Spitzwegerich, von Heilziest und Brennessel zur Knotigen Braunwurz und dem Krausen Ampfer. Wir wollen lernen, wie diese und andere Pflanzen uns Menschen helfen können.

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Kleine Pilzkundenpolitik garniert mit heimischem Reishi

Was, wenn Pilze die Welt retten könnten? Das behauptet zumindest der amerikanische Pilzkundler Paul Stamets. Pilze haben einiges drauf in punkto Umweltschutz, könnten womöglich die Energiekrise lösen, sowie gegen biologische Kampfstoffe schützen. Außerdem schmecken Pilze gut. Sie sind für den Selbstversorger leicht zu sammeln oder anzubauen – und sie sind heilsam. Manche Pilze kann man zum Feuer machen verwenden, andere für die Herstellung von Papier und Hüten, wieder andere zum Färben von Kleidung oder zum Brauen von Bier. Für uns wird es Zeit, die Berührungsangst mit den manchmal giftigen Waldwesen zu überwinden und in die Welt der Waldapotheke für Mensch und Planet einzutauchen. Wer sind die eigentlich, die Pilze? Weiterlesen