traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


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Die Hundehütte aus Holzpaletten

„Upcycling“ heißt es heute. Unsere Oma hätte einfach gesagt: „Kann man noch gebrauchen, machen wir was draus“. Das dachten wir auch und stapelten munter unsere alten Holzpaletten. Bis es uns zu bunt und unserem Lagerplatz zu voll wurde. Kein Problem, bauen wir eben etwas aus dem Altholz. Eine Hundehütte muss her.

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Das Gewächshaus für Selbstversorger

Kaum haben sich die Winterwolken verzogen und die Sonne schenkt uns ihr erstes Frühlingslächeln, da stehen sie auch schon in der Gärtnerei:  Die handhohen, zarten Junggemüsepflanzen und Kräuterkinder. Wie machen die das nur, die Profis? So früh im Jahr trauen wir uns noch nicht einmal ans Aussäen zu denken. Ein Gewächshaus muss her! Es ist weit mehr als der Traum eines jeden Hobbygärtners oder Zitrus-Liebhabers. Es ist ein warmes Kuschelhaus für die grünen Lieblinge des Selbstversorger-Anfängers. Nur, wie baut man so etwas?

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Abfallzauber mit Komposthaufen

Wenn die Sonnenblumen verwelken, die Erbsen schlapp in ihrem Stützgerüst hängen und die Tomatenblätter braun werden, dann fragt man sich: Schon wieder alles falsch gemacht oder ist einfach nur Herbst? In beiden Fällen sind Selbstversorger-Anfänger wie wir reif für den Bau eines eigenen Komposthaufens, auf dem man alle Gartenabfälle los wird und so nebenbei Medizin für den Garten gewinnt. Kompost verbessert die Bodenstruktur und die Wasserverfügbarkeit für die Pflanzen. Er gibt den Boden neue Nährstoff-Nahrung und stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Schädlinge und Pilze. Der Komposthaufen verzaubert den Abfall in Medizin. Klar, denken wir, den können wir gebrauchen. Aber, wie baut man so eine magische Kiste?

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Die Psychologie der Gartenerde und der Wurmtee

Es gibt da jemanden, mit dem wir gerne befreundet wären: Unsere Gartenerde. Auf den ersten Blick war sie uns sympathisch und wir haben viel Zeit mit ihr verbracht. Wir haben mit ihr und dem Spaten herumgetollt, sie gewässert und umarmt, sie täglich besucht und ihr grüne Gefährten geschenkt. Doch irgendwann wurde uns klar, etwas stimmt nicht mit ihr. Sie redet nicht mit uns. Sie schickt uns Zeichen der Unzufriedenheit und des Protests, indem sie ihre ehemals grünen Gefährten braun werden und die Blätter kringeln lässt. Sie hat keine Lebensfreude und keine Energie. Unsere Gartenerde sucht sich sogar schlechte Gesellschaft und hängt mit Wesen rum, die alles nur kaputt machen wollen. Zuerst schauen wir ungläubig zu, dann kämpfen wir und beschimpfen sie. Schließlich fällt uns auf, dass wir unsere vermeintliche Freundin, die Gartenerde, gar nicht wirklich kennen. Wer ist sie und was geht in ihr vor? Wir holen uns Hilfe bei der Gartenerden-Psychologin…

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Darf ich vorstellen: Die Gemüseglosche

Wenn man morgens in den Garten geht und der Salat plötzlich kahl ist, dann war Nachts hungriger Besuch da. Aber wer? Unser Zaun ist für Rehe zu hoch, doch der Maschendraht lässt genug Platz zum Durchschlüpfen für kleinere Vierbeiner, wie Eichhörnchen und Erdhörnchen. Willens, auch ungebetene Gartengefährten durchzufüttern schauen wir dem wachsen und schrumpfen der Salatköpfe eine Weile zu und wundern uns, warum dem Neuseeländer-Spinat nebenan kein Haar gekrümmt wird. Irgendwann hätten wir auch gerne einmal ein frisches Salatblatt aus dem eigenen Garten zwischen den Zähnen. Was tun, ohne schwere Fallengeschütze aufzufahren? Wir brauchen ein „Erdhörnchen müssen leider draussen bleiben“-Schild, das Erdhörnchen auch verstehen. Wie wäre es mit einer Servierglocke (Käseglocke oder „Glosche“, franz. „Cloche“ für „Glocke“) für den Salat? Wir taufen das Ding „Gemüseglosche“ und fangen an zu bauen.

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Ruck Zuck ein Hochbeet bauen

Die einen mögen es, weil es schön aussieht. Die anderen finden toll, dass man sich weniger bücken muss. Das Hochbeet erobert die Land- und Stadtgärten aus vielen Gründen. Wer keinen guten Boden im Garten oder nur Beton vor der Haustür hat, der kann sich mit einem Hochbeet den Traum von fruchtbarer Erde und saftig sprießendem Gemüse verwirklichen. Die Erde im Hochbeet erwärmt sich in der Sonne schneller und so entwickeln sich die Pflanzen gut.

Machen wir, kein Thema, meinen wir als ambitionierte Selbstversorger-Träumer. Zumal wir einen typisch kalifornischen Grund für die Anschaffung eines Hochbeets haben: Wurzeln fressende Erdhörnchen. Nur, wer hätte gedacht, dass ein kleines Hochbeetchen aus ein wenig Holz – ausreichend für drei Brokkoli und drei Salatköpfe – die inneren Werte des Geldbeutels ordentlich einschrumpfen kann. Wie hübsch ihr auch ausseht, ihr kaufbaren, profi-geschreinerten und bequemen Varianten, ihr seid nichts für uns, so leid es uns tut.

Wir entscheiden uns für den rustikalen Ur-Typus des Hochbeets: den von Laienhand gebastelten, schmucklosen Kaventsmann für die gärtnerische Ewigkeit.

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Vogelscheuche mit einem Schuß Schreckkrähe

So, wir haben es jetzt verstanden: Wenn Menschen mit dicken Teleobjektiven in Sichtweite des Hauses herumlungern, dann bedeutet das in unserem Fall nicht Promi- sondern Vogelalarm. Als Gemüsegärtner „off the grid“ (lerne: engl. für „Am Arsch der Welt“) sind Vögel kein Spaß, mögen sie auch schön bunt sein und noch so betörend trällern. Vögel fressen nicht nur Samen und Insekten. Sie finden auch Mais und Früchte lecker. Ob sie Erbsen, Tomaten und Gurken anpicken, wissen wir nicht. Wir haben leider keine Ahnung, welche Vögel hier in Kalifornien leben. Sicher ist sicher, lieber mal das stärkste Kampfgerät auffahren, das uns in den Sinn kommt: Die Vogelscheuche – oder auch „Schreckkrähe“ (engl. „Scarecrow“) genannt. Weiterlesen