traum selbstversorger

Wie werde ich Selbstversorger in kleinen Schritten


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Gesichtspflege mit dreierlei Früchten

Als ich von den Schönheitspraktiken der Kaiserin Sisi (1837-1898) lese, bin ich ziemlich erstaunt. Rohes Fleisch als Gesichtsmaske vor dem Schlafengehen? Nein, wirklich nicht. Ein Gemisch aus Cognac und Ei für die Haare? Nun ja. Ihre Gurkencreme, oder ihren Geheimtipp – zerquetschte Erdbeeren, deren Fruchtsäure als Peeling wirkt – kann ich mir schon eher vorstellen. Ich frage mich, inwieweit Früchte tatsächlich für die selbstgemachte Gesichtspflege taugen und mache einen Test mit Himbeere, Apfel und Banane.

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Mariendistel – Schutzengel der Leber

Sie darf in kein Gasthaus. Wehe dem Gartenfest, das sie in ihre Mitte aufnimmt. Sie macht Ärger, sagt der alte Volksglaube, und sie bringt Zwietracht. Stark und kämpferisch wirkt sie. Ihre Stacheln können höllisch weh tun. Ihre mächtige Statur schüchtert ein. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem zeigt sie ihre wahre Natur: Die Mariendistel ist ein wehrhafter Schutzengel. Sie nimmt es mit tödlichen Giften auf und sorgt für neue Harmonie in der Leber. Adieu, Angst vor toxischen Pilzen und giftigen Tieren! Wir haben jetzt eine Beschützerin und machen eine Tinktur aus ihren Samen!

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Wunddesinfektion zum Selber machen

Als der amerikanische Kräuterarzt Jethro Kloss 1939 sein Buch „Back to Eden“ über die Selbstversorgung mit natürlichen Heilmitteln veröffentlichte, hatte die Welt andere Probleme. Sein Wissen versank in den Untiefen der Zeit und schaffte es nicht, in Europa Fuß zu fassen. Auch in Amerika ist er fast vergessen, wäre da nicht eine seiner Kräuteranwendungen, die noch heute gestandene Kräuterfrauen in Verzückung versetzt. Ich will wissen, was es damit auf sich hat und probiere das Kloss Einreibemittel aus.

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Eine Frühlingskur für die Augen

Drei mal drei Zauberpflanzen preist der angelsächsische Neunkräutersegen aus dem 11. Jahrhundert. Alles Krankheitsübel wird mit einer Salbe aus neun Pflanzen und einem heidnischen Segensspruch vertrieben. Im christlichen Mittelalter entsteht daraus die reinigende Frühjahrskur. Neunerlei Kräuter kommen in die Kultsuppe am Grün(!)donnerstag, die den Körper nach einem zehrenden Winter wieder stärkt. Hinweg ihr angesammelten Fette und Schlacken! Blüht auf, Körper und Geist, wie die ersten Frühlingsblumen! – Aber was ist mit den Augen? Niemand kümmert sich um die täglich strapazierten „Spiegel der Seele“, wäscht den Staub heraus, reinigt sie von Umweltgiften und kräftigt sie. Das hat jetzt ein Ende. Meine Augen bekommen ein Bad!

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Selbst Käse machen für Schnuppernasen

Die alte Bäuerin trägt den gefüllten Milchkübel vom Stall in ihre kleine Käserei. Ihr Kopftuch flattert im Wind und ihrer gebückten Haltung ist anzusehen, wie oft sie diesen Weg schon gegangen ist. Goldene Käseleiber reifen auf den Holzregalen. Die Bäuerin macht jeden Handgriff wie im Schlaf. Alle Utensilien des Käsemachens liegen bereit. Sie weiß, welche Bakterienkultur für welchen Käse geeignet ist. Lab ist für sie so alltäglich wie Zahnpasta. Pustekuchen. Weit und breit ist keine Bäuerin mit Käsewissen in Sicht, der wir über die Schulter schauen könnten. Wir haben keine Ahnung, auf was wir uns einlassen. Alles, was wir Anfänger in Sachen Selbstversorgung wissen, ist: Ach, so einen leckeren Käse selber machen, das wäre doch schön. Ohne Ziege oder Kuh im Garten, dafür mit Hemmschwelle und Nichtwissen im Kopf, machen wir uns mutig auf den Weg zu unserem ersten Käsekurs.

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Mit der Klettenwurzel ins Schlaraffenland

Wenn man die Klette reden hören könnte, würde man eine große, beschützende Freundin kennenlernen. Sie würde einem heftig auf die Schulter klopfen und loslegen: „Hey Du! Ja Du. Ich weiß, ich weiß. Du denkst, ich bin grob und ungehobelt, wachse überall und bin zu nichts zu gebrauchen. Ha! Lass mich Dir was erzählen. Ich mach die Arbeit, die kein anderer machen will. Du kannst auf mich runterschauen und doch, in Wahrheit bin ich mächtig. Ich helf Dir und schmeiß all den giftigen Müll aus Deinem Körper. So tief wie meine Wurzel wächst, so tief ist auch meine Wirkung. Deine vergrabene Negativität mach ich fertig und befreie Dich davon. Deine Leber, Deine Nieren, Dein Lymphsystem – die werden mich lieben. Und Du? Genau. Du wirst sehen, wie krass schön und fett stark ich bin. Halt, halt – Du brauchst jetzt echt nicht niederknien. Komm wieder hoch und gib mir Fünf, Alte!“

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Plastikfrei: Die Heilkräuter-Creme mit gespeichertem Sonnenlicht

Ob Clarins, Clinique und Estee Lauder oder Nivea, Balea und Dove, ob teuer oder billig, sie alle und viele mehr haben diverse Creme-Tübchen anzubieten, die Schauriges enthalten: Microplastik. Heimlich, still und leise haben sich fast unsichtbare, millimetergroße Plastikpartikel in Körper- und Gesichtscreme, aber auch Zahncreme und Duschgel eingeschlichen. Hatten wir etwa vor, durch tägliche Gesichtswäsche und Zähneputzen die Donau, den Gardasee oder die Arktis zu verseuchen? Nicht wirklich. Wir haben gar nicht für möglich gehalten, dass böses Platik als Schleifmittel, Füllstoff und Bindemittel in Kosmetika in Frage kommt und so natürliche Stoffe wie gemahlene Nuss- oder Kokosschalen, Mandelkleie und Tonerde einfach aus der Zutatenliste schmeißt. Gut für die Firmen, dass uns niemand gefragt oder informiert hat, denn wer kauft das schon bewusst. Wir wollen etwas anderes in den Händen halten, wenn wir unser Bad betreten: konzentrierte Natur mit stoffgewordenem Respekt und einem Duft von liebevollem Miteinander aller Erd-, Luft- und Wasserwesen. Also, her mit der selbst gemachten Ringelblumen-Körperlotion und der Kamillen-Gesichtscreme.

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